Zuhause Parkour üben
Leidenschaft Parkour
Der Trendsport Parkour ist in aller Munde und das nicht ohne Grund. Alle Stunts sehen spektakulär aus und fordern Körper und Geist des Traceuren. Ein Traceur ist eine Person, die Parkour ausübt. Übersetzt heißt dieses Wort "der den Weg ebnet". Dies spiegelt auch den Ursprung dieses Trendsports wider. Es geht darum, sich seinen Weg zu bahnen. Dieser soll das Ziel auf schnellstem Wege erreichen und Hindernisse nicht umgehen. Egal ob Straße oder Zaun, es wird versucht den Störfaktor geschickt zu überwinden.
Parkour wird im Normalfall draußen ausgeübt. In einer größeren Halle wäre es auch noch denkbar, aber wie sieht es mit dem Zuhause aus? Sofas. genauso wie Ecksofas versperren den Weg und die Gänge sind relativ schmal. Auf den ersten Blick erscheint dies ein unüberwindbares Gelände zu sein, doch dieser Eindruck täuscht. Gerade diese Vielfalt von verschiedenen Gegenständen macht den Reiz aus. Es ist viel schwerer ein Hindernis im eigenen Zuhause zu überwinden, da erschwerende Bedingungen dazukommen. Ein Faktor ist die mangelhafte Stabilität der Objekte. Stühle sind nicht fest am Boden angeschraubt wie Denkmäler in der Stadt. Ein Gegenstand könnte leicht kippen und kaputt gehen. Zudem ist es in einem Haus viel enger als in freier Wildbahn. Ein Rückwärtssalto ist nicht ohne Weiteres möglich, da sich der Traceur bei einem Sprung den Kopf an einem Schrank anschlagen könnte.
Das perfekte Trainingsgelände
Trotz aller negativer Bedenken bietet das Zuhause beste Übungsmöglichkeiten für den Traceuren an. Es gibt viele Hindernisse, die bei einer Übung bedacht werden müssen. Beim Sprung oder der Landung muss berechnet werden, ob der Landeplatz stabil genug ist. Ansonsten könnte dieser kippen oder bei mangelhafter Stabilität zerbrechen. Außerdem gilt es die Höhe von verschiedenen Gegenständen zu beachten. Wer auf einen Schrank klettert, kann kaum noch gerade stehen. Die Decke ist im Weg und das erschwert eine Übung. Denn es lässt sich aus einer Bückhaltung heraus, viel schwerer springen als aus dem Stand. Zudem kommt ein erschwerter Anlauf hinzu. Draußen ist es möglich, so viel Geschwindigkeit zu nehmen, wie man will. Zuhause klappt das nicht, da die Anlauffläche begrenzt ist. Die neu erworbenen Tische und Stühle stehen im Weg und wackeln bei leichten Berührungen. Ein Zaun aus Stein ist am Boden befestigt, der bewegt sich keinen Zentimeter. Anders verhält es sich mit einem Tisch. Bei einem Absprung könnte er nach hinten rutschen oder an der Sprungstelle nach vorne kippen. Neben der Gefahr kommt noch das finanzielle Risiko hinzu. Es kann viel zerbrechen und wenn man auf einem Teller landet, bringen die Scherben nicht zwangsläufig Glück. Wenn über all diese Gefahren hinweggesehen wird, ist das eigene Heim ein interessantes Trainingsgelände, das viele Möglichkeiten offenbart. Es schult auf jeden Fall das Auge fürs Detail.
Vorsichtsmaßnahmen
Wer daheim trainiert, sollte unbedingt auf seine eigene Sicherheit achten. In der freien Natur ist dieser Funsport gefährlich genug, doch zu Hause kommen erschwerende Bedingungen hinzu. Wie bereits erwähnt wurde, könnte ein Objekt kippen oder brechen. Das wäre noch das kleinere Übel. Es kommen einige unberechenbare Faktoren hinzu. Die Landefläche könnte wider Erwarten reagieren. So wirkt ein Teppich auf den ersten Blick relativ harmlos, doch im Bad könnte dieser zur Seite rutschen. Bei einem gefährlichen Sprung könnte der Traceur durch die Bewegung zur Seite rutschen und mit seinem Kopf gegen die Badewanne knallen. Das wäre garantiert kein schönes Erlebnis.
Schlafsofas machen einen gemütlichen Eindruck, doch wenn man zu oft auf sie springt, könnten sie in der Mitte brechen. Abgesehen vom Totalschaden des Sofas, werden sich die Beine an einem solchen Bruch garantiert nicht erfreuen. Parkour ist ein schönes Hobby, solange es verantwortungsvoll ausgeübt wird. Es gilt die Wohnung vor einer Übung genau zu analysieren und einen Sprung vorab zu simulieren.