Parkour - Gefahren richtig abschätzen

Bei der Sportart Parkour geht es im Allgemeinen darum, möglichst schnell und vor allem auf direktem Weg von einem bestimmten Punkt zu einem Ziel zu gelangen. Dabei ist die Luftlinie die entscheidende Hilfe, wenn es darum geht, die genaue Strecke auszuloten. Es geht um den absolut kürzesten Weg. Dabei ist völlig egal, welche Hindernisse im Weg sein könnten. Denn letztlich geht es auch vor allem darum, diese auf möglichst effektive und oft schon kunstvolle Weise zu überwinden. Der Begriff Parcour kommt aus dem französischen und bedeutet soviel wie Strecke oder Weg. Wenn man die Sportler bei der Ausübung ihrer Tätigkeit betrachtet, kommt manch einem vielleicht in den Sinn, dass sie es sich mit der Überwindung sämtlicher Hindernisse eigentlich viel schwerer machen, den Zielort zu erreichen. Dass hinter dieser Tätigkeit aber in Wirklichkeit der kürzeste Weg steht, ist vielen Menschen gar nicht klar. Trotzdem kann man natürlich sagen, dass es manchmal vielleicht einfacher wäre, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, dafür aber keine Hindernisse im Weg zu haben. Doch letztlich machen ja genau die Hindernisse den Reiz der Sportart aus.

Für den Erfinder von Parcour ist diese Art der körperlichen Ertüchtigung auch gar nicht nur so ganz als Sport, sondern auch als eine Art Kunst zu betrachten. Denn immerhin müssen viele Techniken angewendet werden, um verschiedene Hindernisse zu überwinden. Diese haben oft viel Körperbeherrschung als Voraussetzung. Auch, wenn man Elemente vom Kunstturnen beherrscht, kann man Geländer, Autos und Ähnliches oft leichter überwinden. Von daher ist der Zusammenhang zu Kunst durchaus herstellbar, obwohl man natürlich auch sagen muss, dass Kunstturnen selbstverständlich eine Sportart ist.

So absurd und eigenartig einem die Menschen, die diesen Sport betreiben auch manchmal vorkommen mögen, letztlich dient diese Art der Wegbewältigung auch der körperlichen Ertüchtigung. Immerhin müssen verschiedene sportliche Aktivitäten miteinander kombiniert werden. Zum einen müssen die Teilnehmer an einem Parkour natürlich viel und schnell laufen. Denn zwischen den Hindernissen gibt es immer auch einmal frei Flächen. Hier kann man dann richtig Meter machen. Da es oft in einem Wettkampf um die Schnelligkeit geht, sollte man hier nicht allzu langsam unterwegs sein. Für unterschiedliche Hindernisse gibt es dann natürlich unterschiedliche Techniken und Anforderungen. Viel muss mit der Kraft aus Armen und Beinen bewältigt werden. Denn sehr häufig stellen sich einem Zäune, Autos oder Garagen in den Weg. Diese müssen irgendwie überwunden werden. Hindernisse, die nicht allzu hoch sind, können, ähnlich einer Hürde in der Leichtathletik, noch relativ gut übersprungen werden. Doch Garagen beispielsweise haben schon eine ganz andere Höhe. Hier reicht Sprungkraft alleine nicht mehr aus, sondern in diesem Fall kommt es auch sehr auf eine gute Arbeit der Arme an. Treppen können sehr kunstvoll und schnell überwunden werden, wenn man sich das Geländer zu Nutze macht. Die Stufen zu nehmen ist manchmal zeitraubender. Und oft liegt eben auch das Gelände im Weg, wenn man einen sehr exakten Streckenverlauf plant. Um auf diesem stehend herunterzurutschen ist neben ein wenig Mut natürlich auch ein hervorragendes Körpergefühl und ein gut trainierter Gleichgewichtssinn von Nöten.

Generell kann man sagen, dass die Körperbeherrschung und die körperliche Fitness Grundvoraussetzung ist, um die Sportart Parkour ausüben zu können. Außerdem sollte man über viel Ausdauer verfügen und sich und seine Leistungsfähigkeit gut einschätzen können. Auch sollte man in der Lage sein, über einen längeren Zeitraum die Konzentration aufrecht zu erhalten und Gefahren richtig einschätzen können. Wie bei jedem anderen Sport auch, sollte man nicht unterschätzen, dass man nur mit regelmäßigem Training in der Lage sein wird, seine Leistungen stätig zu verbessern. Wichtig ist natürlich auch, dass man die Muskeln vor einem Parkourlauf vernünftig aufwärmt, um Verletzungen vorzubeugen. Wenn man diese Tipps beherzigt, kann diese Sportart durchaus eine interessante Möglichkeit sein, sich körperlich fit zu halten.