Parkour - die besten der Welt sind ?
Parkour ist eine immer wieder bekannter werdende neue Trendsportart. Dabei geht es darum, möglichst
effektiv und elegant eine Art städtische Hindernisstrecke zu überwinden. Aber wer sind eigentlich die besten Parkour-Sportler der Welt?
Was ist eigentlich Parkour?
Parkour ist eine Sportart, bei der es darum geht, sich möglichst elegant und abseits etablierter Wege durch die Stadt zu bewegen. Dazu gehört die effiziente Überwindung von Hindernissen wie Mauern, Zäunen und Gräben, und neben dem Tempo zählt vor allem die Bewegungskontrolle. Gegen Ende der 1980er Jahre von David Belle als "Yamakasi" entwickelt, wurde Parkour im Laufe der Zeit zu einer weltweit beliebten Sportart, von der es mittlerweile eine Vielzahl von Abwandlungen und verschiedenen Clubs und Gruppierungen gibt - die sich zum Teil erheblich sehr voneinander unterscheiden können. So gibt es bis heute einen Stil, der sich Yamakasi nennt, und nicht mit Abwandlungen wie dem Freerunning zu verwechseln ist, das besonderen Wert auf artistische Einlagen legt, oder sogar, wie das so genannte Tricking, Elemente aus Kampfsportarten enthalten. All diese Stile, die nicht eigentlich Parkour heissen, haben aber gemeinsam, dass es um die Kunst der Fortbewegung in einer städtischen Umgebung geht. Allerdings sind die einzelnen Strömungen untereinander zum Teil zerstritten und werfen sich gegenseitig vor, nicht das "wahre" Parkour umzusetzen, was zum Teil an den unterschiedlichen Philosophien der Strömungen liegen mag. So legen die einen mehr Wert auf die individuelle harmonische Bewegung, während andere mehr auf Wettkampf oder Show-Effekte und Artistik setzen. Zum Kodex der Parkour-Läufer gehört dabei übrigens allgemein, fremdes Eigentum nicht zu beschädigen und nicht widerrechtlich privates Gelände zu betreten.
Was ist bei Parkour wichtig?
Beim Parkour geht es vor allem um zwei Dinge. Das eine ist die sportliche Betätigung, die bei den für den ganzen Körper fordernden Techniken durchaus beachtlich ist, das andere ist die Philosophie. So ist Parkour eine urbane Adaption von Techniken, sich harmonisch durch die Natur zu bewegen - in der Stadt geht es eben nicht über Bäume und Flüsse, sondern über Mauern und über Lücken und Zähne. Dabei geht es nicht so sehr um die Akrobatik. Für solche akrobatischen Interessen hat sich aus dem Parkour die neue Sportart Freerunning entwickelt, bei der zu den Elementen auch optisch reizvolle Saltos und Überschläge gehören. Beim Parkour geht es hingegen um eine funktionale, effiziente und harmonische Fortbewegung, bei der man darauf verzichtet, normale Wege zu nutzen. Genauso wichtig wie die Effizienz ist die Sicherheit: Parkour-Sportler sind keine Chaoten, die wild an Balkonen herum hangeln. Ganz im Gegenteil, denn jede Strecke die man zu bewältigen vor hat, wird von erfahrenen Parkours-Läufern im Vorfeld genau analysiert und die Risiken bei den einzelnen Hindernissen werden vorsichtig eingeschätzt. Scheint ein Hindernis zu riskant, tastet sich der Traceur genannte Parkourläufer vorsichtig heran und sucht den sichersten und effizientesten Weg zur Überwindung.
Wer sind die Besten Parkour-Sportler?
Ein legendärer Parkour-Sportler ist natürlich David Belle, auf den die gesamte Bewegung zurück geht und der nach wie vor aktiv ist. Auch Sebastien Foucan ist ein Name, der in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte - auf diesen geht das vom Parkour abgewandelte Freerunning zurück, und er war auch ein Jugendfreund von Belle. Das Original-Parkour ist aber kein Sport in dem Sinne, dass es Weltranglisten oder Turniere gibt, vielmehr geht es um die individuelle Weiterentwicklung, eher vergleichbar mit Tai-Chi oder Yoga. Als Sportart mit Wettkämpfen und einer Weltrangliste hat sich das Parcouring etabliert, das sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit erfreut, und das die Bewegungsintensität und Eleganz von Parkour mit der Geschwindigkeit und Spannung von Wettbewerben verbindet. Punkte werden dabei für den Flow und die Kreativität, die Ausführung der Techniken sowie deren Schwierigkeitsgrad vergeben, ein erfolgreicher Parcouring-Sportler muss also über eine Menge Selbstbeherrschung und Training verfügen.