Die Liebe zum Parkour

Ein Leben in Perfektion


Parkour ist eine Sportart aus Frankreich, die im Bereich des Funsports anzusiedeln ist. Als Gründer gilt der Franzose David Belle, der die Mitglieder als Traceure bezeichnet. Es geht bei Le Parkour darum, einen Weg möglichst schnell und souverän zurückzulegen. Wenn ein Gegenstand im Weg ist, muss dieser direkt überwunden werden. Daher gehen Traceure nicht um eine Mauer herum, das würde dem Sinn dieser Funsportart widersprechen. Da auf die Ästhetik einer Bewegung großen Wert gelegt wird, muss das Hindernis mit Sprüngen oder anderen Methoden durchbrochen werden. Die Moves werden in Gruppen eingeübt, bevor sie auf der Straße ausgeführt werden. Dies ist auch dringend notwendig, da es ansonsten zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen könnte.
Die große Liebe wird über Parkour begeistert sein, da es neue Wege ermöglicht. Körperliche Fitness wird trainiert und die Sichtweise auf fremde Dinge geschärft. Dennoch sollte es sich bei der Traumfrau um kein schüchternes Mäuschen handeln. Viele Techniken sind gefährlich und nichts für schwache Nerven. Wer eine Freundin hat, sollte sie in Parkour detailliert einweihen, vielleicht findet sie gleichfalls ihren Spaß daran. Doch diese Sportart muss einem Interessenten im Blut liegen, da nur harte Arbeit und eine hohe Willenskraft zum Erfolg führen. Es sind teilweise mehrere Monate notwendig, bis eine Bewegung richtig sitzt und auf der Straße ausgeübt werden kann. Sollte eine Person nicht über so viel Disziplin und Geduld verfügen, gibt es wohl bessere Freizeitbeschäftigungen für sie.


Faszinationskraft einer Sportart

Ein Außenstehender stellt sich schnell die Frage, worin der Sinn in dem wilden Rumgehüpfe überhaupt liegt. Welcher normale Mensch setzt sich freiwillig den Gefahren aus, die sich aus den Bewegungsmustern ergeben?
Die Strahlkraft liegt hauptsächlich in der innerlichen Einstellung von Traceuren. Sie lernen, wie neue Wege erkundet werden können. Dabei zählen keine gesellschaftlichen Werte, es kommt nur auf das Ziel an. Fernab von Zwängen und Regeln versucht der Traceur für sich selbst den schnellsten Weg zu bahnen. Während Otto Normalverbraucher um ein Hindernis herumgehen würde, springt ein Mensch der Parkour betreibt einfach drüber.
Diese lockere Einstellung zu Problemen äußert sich nicht nur auf der Straße in Bewegungsabläufen, sondern auch im echten Leben. Traceure können Hindernisse schnell einschätzen und alternative Lösungswege finden, denn sie sind darauf trainiert anders zu denken und neue Wege zu finden. Deshalb hilft dieser Funsport nicht nur bei der Überwindung von Parkbänken, sondern sogar im Job. In der heutigen Zeit sind Menschen gefragt, die anders denken als die Masse. Ausbildungsstellen oder Universitäten produzieren eine Vielzahl an Absolventen, die immer nur auf eine möglichen Lösungsweg getrimmt wurden. Doch Parkour gibt seinen Teilnehmern die Fähigkeit eines selbstbestimmten Lebens zurück.


Gefahren und Risiken

Alles über Parkour klingt bisher positiv, doch der Funsport hat seine Schattenseiten. Die wichtigste Regel ist hartes Training. Es sollten Tage, Wochen oder besser Monate trainiert werden, bevor ein Stunt auf der Straße aufgeführt wird. Ansonsten könnte es sich um die letzte Bewegung handeln, die ein Traceur ausgeübt hat. Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule können sich schnell ereignen, wie bei einem Rückwärtssalto. Nach einer direkten Landung auf Beton ist es wohl der letzte Stunt gewesen. Das Verletzungsrisiko ist sehr hoch und sollte durch professionelles Training auf ein Minimum reduziert werden. Knochenbrüche oder Prellungen sind keine Seltenheit und gehören zu dieser Sportart dazu.
Wer sich ernsthaft für Parkour interessiert, sollte dazu eine Gruppe aufsuchen. In jeder größeren Stadt gibt es welche mit einer Vielzahl an Mitgliedern. Vom Anfänger bis Profi ist alles dabei und der Einstieg in den Funsport kann ohne Risiko erfolgen. Auf einem Single Treff lässt sich natürlich mit einer schicken Bewegung gut vor dem anderen Geschlecht punkten, doch es sollte nicht übertrieben werden. Übung macht auch hier den Meister.